Herbolzheim: Eine musikalische Werbung für das neue Ensemble




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31. Mai 2017

Viel Applaus für die Musikerinnen und Musiker beim Kirchenkonzert aus Anlass der Einweihung des Gemeindezentrums.

HERBOLZHEIM. Das katholische Gemeindezentrum St Alexius mit Kirche, Gemeindesaal und saniertem Gemeindehaus erscheint in neuem Glanz. Am Sonntag wurde das Ensemble der Öffentlichkeit vorgestellt (die BZ berichtete). Das Interesse am neuen Zentrum des Gemeindelebens war groß.

Mit 3,4 Millionen Euro ist das Ganze auch ein teures Unterfangen. Dessen Finanzierung ist bislang so gerechnet, dass 90 000 Euro der Kosten durch Spenden ausgeglichen werden. So war die Präsentation des neuen Ensembles und das Programm darum herum auch eine Werbung um Spenden.

Etwa die Hälfte vom Soll ist bislang zusammengekommen. Das sagte Pfarrer Stefan Meisert gegenüber der BZ. Er geht davon aus, dass man in drei Jahren auf die anvisierte Summe kommt. Im Gemeindeteam mache man sich derzeit Gedanken, welche Aktionen und Events für Geld im Klingelbeutel sorgen könnten. Vielleicht brauche es auch nicht die ganze Summe, mutmaßte Pfarrer Meisert. Denn es liefen noch Zuschussanträge, die in der Modellrechnung nicht enthalten seien.

Eine Werbung für das neue Ensemble war das Orgelkonzert mit Organisten und Musikerin aus dem Umfeld von St. Alexius am Sonntagnachmittag. Das große Finale vor der Zugabe gehörte dem Herbolzheimer Altmeister Karl Saar. Er ist seit 50 Jahren als Organist in der Kirchengemeinde aktiv. In seiner Jugend nahm er Klavier- und Orgelunterricht, um fit zu sein für die tongewaltige Begleitung der Gottesdienste.

Sein Finale war sozusagen das Orgelstück schlechthin, nämlich die Toccata in d-Moll von Johann Sebastian Bach. Das modernste Stück des Konzertes war Sache des Nachwuchses. Debora Preuß mit dem Cello und Mirko Rechnitzer mit Manual und Pedal stellten sich der Herausforderung des Orgelstückes „Fratres“ des estnischen Komponisten Arvo Pärt. Mit den musikalischen Assoziationen des Mannes, der zu den bedeutendsten Komponisten neuer Musik zählt, zeigten die Beiden ihre instrumentellen Fertigkeiten. Debora Preuß, die ihren Bachelor in Violoncello an der Musikhochschule Freiburg absolvierte, macht in der Breisgaumetropole gerade ihren Master in Instrumentalpädagogik. Sie hat das Symphonieorchester „Crescendo“ in Freiburg mit begründet, unterrichtet am Musikum in Lahr, gibt Konzerte im In- und Ausland und leistet musikalische Pionierarbeit in Myanmar.

Mirko Rechnitzer spielt seit dreieinhalb Jahren in den katholischen und der evangelischen Kirchengemeinden in Herbolzheim die Orgel. Auch er hat Musikwissenschaft in Freiburg studiert. Zudem absolvierte er die Ausbildung zum nebenamtlichen Organisten und nimmt momentan weiterführenden Unterricht bei Stefan Pöll in Merzhausen.

Neben seiner Einlage mit Cello und seinen Soli spielte Rechnitzer auch im Dialog mit Martina Petzold, womit beide Orgeln in St. Alexius zum Einsatz kamen. Petzold hat Schulmusik und Kirchenmusik studiert. Für das Referendariat kam sie 2013 nach Herbolzheim. Seit 2014 spielt sie regelmäßig in der gesamten Seelsorgeeinheit Orgel. Derzeit unterrichtet Petzold Musik an einer Offenburger Schule und leitet die Kirchenchöre Herbolzheim und Wagenstadt.

Während des Studiums entwickelte sie eine Vorliebe für die französische Orgeltradition, zu der auch Alexandre Guilmant gehört. So war auch eines ihrer Soli von diesem Komponisten.

Der große Applaus, den die vier Musiker ernteten, zeigte, wie eindrucksvoll sie ihre Sache gemacht haben.

Autor: Michael Haberer

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